Langsames Internet – das können Sie tun

Wer im Homeoffice arbeitet oder gerade einen Film in 4K auf Netflix streamt, braucht eine zuverlässige Internetverbindung. Sonst endet das Ganze schnell in purer Frustration. Wir verraten Ihnen, was Sie tun können, wenn Ihnen mal wieder ein Ladekreis entgegenblickt oder die Videoschalte mit den Kollegen ins Stocken gerät. 

Maßnahmen gegen langsames Internet

Aufgrund des schlechten Glasfaserausbaus in Deutschland ist es leider keine Seltenheit, dass die Internetgeschwindigkeit nicht den Vorstellungen entspricht. Wenn laut Internetanbieter bei Ihnen zu Hause aber eine hohe Down- und Uploadrate möglich ist, sollten Sie handeln. Denn nicht selten können Sie etwas tun, um Ihre Verbindung stabiler zu machen. 

Gibt es eine externe Störung?

Erst einmal raten wir Ihnen, zu überprüfen, ob vielleicht eine Störung auf Seiten Ihres Internetanbieters vorliegt. Das kann schon einmal passieren. Durchtrennte Kabel aufgrund von Bauarbeiten oder Wartungsarbeiten können dazu führen, dass das Internet plötzlich gar nicht mehr funktioniert. Auf www.allestörungen.de können Sie nachschauen, ob in Ihrer Gegend ein allgemeines Problem vorliegt. In diesem Fall können Sie nicht viel tun, außer den Vorfall Ihrem Internetanbieter zu melden. Dieser ist verpflichtet, die Störung zeitnah zu beheben. Außerdem können Sie ab dem 3. Tag der Störung eine Entschädigung verlangen. 

Soforthilfe für zu Hause

Sollten Sie keine Hinweise finden, dass es eine großflächige Störung gibt, liegt das Problem wahrscheinlich bei Ihnen zu Hause. Die Ursachen können vielfältig sein, weswegen Sie vielleicht unterschiedliche Dinge testen müssen. Zunächst können Sie folgende Sofortmaßnahmen ausprobieren.

Router neu starten

Starten Sie den Router neu. Nehmen ihn dafür für ein bis zwei Minuten komplett vom Strom. Wenn Sie das Gerät anschließend wieder anmachen, funktioniert das Internet durch den Reset in vielen Fällen wieder einwandfrei. Allerdings müssen Sie sich ein wenig gedulden, bis die Verbindung wieder da ist. Gleichzeitig sorgt der Neustart für mehr Sicherheit. Denn der Router bekommt dadurch eine neue IP-Adresse zugeteilt. 

Cookies löschen 

Cookies machen das Surfen im Internet leichter. Denn sie merken sich wichtige Dinge auf unseren Lieblingswebseiten. So speichern Sie Produkte im Warenkorb oder unsere Passwörter. Mit der Zeit sammeln sich aber so viele Cookies von so vielen Internetseiten an, dass die Surfgeschwindigkeit darunter leiden kann. Deswegen ist es durchaus sinnvoll, ab und zu die Cookies zu löschen. Das können Sie in Ihrem Browser unter den Einstellungen tun.

WLAN-Empfang überprüfen

Unter Umständen liegt die geringe Geschwindigkeit auch an einer schlechten Übertragung des WLAN-Signals. Je mehr Striche im WLAN-Symbol auf Ihrem Smartphone oder Computer gefüllt sind, desto besser. Ist die Verbindung schlecht, hilft es vielleicht, näher an den Router heranzurücken oder diesen anders zu positionieren. Notfalls können Sie auch auf ein LAN-Kabel umsteigen. 

Speedtest durchführen 

Zusätzlich ist es ratsam, regelmäßig einen Speedtest durchzuführen. Vor allem, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Internet wieder besonders langsam ist, sollten Sie die Geschwindigkeit überprüfen. Sollten die Ergebnisse gleichbleibend schlecht sein, obwohl Sie die oben genannten Maßnahmen getroffen haben, wenden Sie sich am besten an Ihren Internetanbieter. Vielleicht muss ein Techniker vorbeikommen, um die Leitungswerte zu überprüfen. 

Internetanbieter wechseln

Wenn alle Maßnahmen nichts gebracht haben, hilft manchmal nur der Wechsel des Internetanbieters. Doch auch der neue Provider sollte mit Bedacht ausgewählt werden. Bevor Sie einen Vertrag abschließen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei den angebotenen Download- und Upload-Raten um Maximalwerte handelt. Diese kommen nur selten wirklich bei Ihnen an. Sie sollten also auch darauf achten, welche Mindestbandbreite im Vertrag festgehalten ist. Diese sollte für den gesamten Haushalt reichen. Gerade wenn sich mehrere Personen einen Anschluss teilen und gleichzeitig Streamen, im Homeoffice arbeiten oder Online-Games spielen, kommen oft hohe Bandbreiten zusammen. Denn gerade beim Zocken kommt es nicht allein auf den Prozessor und Arbeitsspeicher an. Auch die Internetverbindung kann enorm wichtig sein. Seien Sie deswegen realistisch und wählen Sie einen Tarif, dessen Mindestbandbreite für alle ausreicht. In Familien und WGs ist eine Bandbreite von 250 MBit/s angemessen. Eine Einzelperson kommt hingegen oft auch mit 50 MBit/s aus. Dabei kommt es immer auf den individuellen Gebrauch an. 

Achten Sie außerdem auf die Vertragslaufzeit. Diese beträgt nicht selten 24 Monate. So lange sind sie also an den Anbieter mindestens gebunden. Es sei denn, er kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach. Dann können Sie handeln und außerordentlich kündigen. Die Verbraucherschutzzentrale liefert dazu nützliche Tipps. Des Weiteren ist es für viele Nutzer interessant, welche zusätzlichen Leistungen dazugebucht werden können. Tarife mit Telefon und TV sind für viele Haushalte eine gute Wahl. Andere brauchen nur einen reinen Internetanschluss. 

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