Aktualisiert am 9. Oktober 2026
Kurzantwort: Die meisten Treiber aktualisiert Windows selbst über Windows Update. Zusätzliche Treiber findest du unter Windows 11 in Einstellungen » Windows Update » Erweiterte Optionen » Optionale Updates (Windows 10: Einstellungen » Update und Sicherheit » Windows Update » Optionale Updates anzeigen). Grafikkartentreiber holst du am besten direkt über die App des Herstellers (NVIDIA App, AMD Software: Adrenalin Edition, Intel Driver & Support Assistant). Macht ein neuer Treiber Probleme, setzt du ihn im Geräte-Manager über Vorheriger Treiber zurück.
Welche Methode wofür?
| Methode | Geeignet für | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Windows Update (automatisch) | Alle Standardgeräte | Geprüfte Treiber, kein Aufwand | Nicht immer die neueste Version |
| Optionale Updates | Einzelne Geräte mit Problemen | Von Microsoft geprüft, gezielt wählbar | Nur installieren, wenn nötig |
| Geräte-Manager | Einzelnes Gerät, manuell geladener Treiber | Volle Kontrolle | „Automatisch suchen" findet oft nichts Neues |
| Hersteller-App des PCs/Laptops | Notebooks und Komplett-PCs | Passende Treiber inkl. BIOS | Zusatzsoftware nötig |
| Grafikkarten-App | NVIDIA, AMD, Intel | Neueste Spieleoptimierungen | Neue Versionen können Fehler bringen |
| Drittanbieter-Treiber-Updater | – | – | Nicht empfehlenswert, siehe unten |
Methode 1: Treiber über Windows Update
Windows 11 und 10 laden Treiber für die meisten Geräte automatisch. Du musst nur sicherstellen, dass Updates laufen:
Windows 11
- Windows + I » Windows Update.
- Klicke auf Nach Updates suchen und installiere alle angebotenen Updates.
- Öffne Erweiterte Optionen und scrolle zu Zusätzliche Optionen » Optionale Updates.
- Klappe Treiberupdates auf, setze einen Haken beim gewünschten Treiber und klicke auf Herunterladen und installieren.
- PC neu starten, wenn Windows dazu auffordert.
Windows 10
- Windows + I » Update und Sicherheit » Windows Update.
- Nach Updates suchen klicken.
- Auf Optionale Updates anzeigen klicken, Treiberupdates aufklappen, Treiber auswählen und Herunterladen und installieren wählen.
Tipp: Optionale Treiber nur installieren, wenn ein Gerät Probleme macht. Funktioniert alles, bringt ein neuer Treiber oft keinen Vorteil.
Hinweis: Windows 10 wird seit dem 14. Oktober 2025 nicht mehr regulär unterstützt. Treiber von Microsoft und den Herstellern gibt es teils noch, neue Hardware wird aber zunehmend nur noch für Windows 11 unterstützt.
Methode 2: Treiber im Geräte-Manager aktualisieren
- Rechtsklick auf Start » Geräte-Manager (oder Windows + X » Geräte-Manager).
- Klappe die Kategorie auf, z. B. Netzwerkadapter oder Audio-, Video- und Gamecontroller.
- Rechtsklick auf das Gerät » Treiber aktualisieren.
- Wähle: - Automatisch nach Treibern suchen – sucht auf dem PC und verweist bei Bedarf auf Windows Update. - Auf meinem Computer nach Treibern suchen – wenn du einen Treiber bereits von der Herstellerseite heruntergeladen und entpackt hast. Ordner auswählen und Weiter klicken.
- Neustart, falls verlangt.
Geräte mit gelbem Ausrufezeichen haben gar keinen oder einen fehlerhaften Treiber. Welches Gerät dahintersteckt, siehst du unter Eigenschaften » Details » Hardware-IDs – mit dieser ID findest du den passenden Treiber beim Hersteller. Mehr zum Werkzeug: Gerätemanager in Windows: Ausführung und Funktionen.
Methode 3: Treiber vom Hersteller
Laptops und Komplett-PCs: Die Hersteller bieten eigene Update-Apps, die Treiber und BIOS-Updates passend zu deinem Modell liefern – etwa Lenovo Vantage, HP Support Assistant, Dell SupportAssist oder MyASUS. Alternativ findest du alle Treiber auf der Support-Seite des Herstellers, wenn du die Modell- oder Seriennummer eingibst (steht meist auf einem Aufkleber an der Unterseite).
Selbst gebaute PCs: Chipsatz-, LAN- und Audiotreiber gibt es auf der Support-Seite deines Mainboards. Welcher Prozessor und damit welcher Chipsatz-Typ verbaut ist, findest du so heraus: Welchen Prozessor habe ich? So findest du deine CPU heraus
Methode 4: Grafikkartentreiber
Für Spiele lohnt sich ein aktueller Grafiktreiber besonders, da neue Versionen oft Optimierungen für aktuelle Spiele enthalten.
- NVIDIA: Die NVIDIA App hat GeForce Experience abgelöst. Unter Treiber siehst du neue Versionen und installierst sie mit einem Klick.
- AMD: AMD Software: Adrenalin Edition – Update-Hinweis erscheint auf der Startseite.
- Intel (integrierte und Arc-Grafik): Intel Driver & Support Assistant erkennt Grafik-, WLAN- und Bluetooth-Treiber.
Alle drei Programme bekommst du kostenlos auf der jeweiligen offiziellen Herstellerseite.
Finger weg von Treiber-Updatern
Programme, die „alle veralteten Treiber mit einem Klick" aktualisieren wollen, sind für die meisten Nutzer keine gute Idee:
- Sie ordnen Treiber nicht immer korrekt zu – das kann WLAN, Sound oder Grafik lahmlegen.
- Die Zahl „veralteter" Treiber sagt nichts über Sicherheit oder Tempo aus und dient oft als Verkaufsargument für die Bezahlversion.
- Sie laufen mit Administratorrechten und installieren Software aus fremden Quellen.
Windows Update plus Hersteller-Tools decken praktisch alle Fälle ab.
Funktioniert nicht? Das kannst du tun
- Nach dem Update Probleme (kein Ton, Bildfehler, WLAN weg): Geräte-Manager » Rechtsklick auf das Gerät » Eigenschaften » Treiber » Vorheriger Treiber. Ist die Schaltfläche ausgegraut, gibt es keine ältere Version – dann den älteren Treiber beim Hersteller laden.
- Windows installiert den alten Treiber immer wieder: Das ältere Microsoft-Tool „Show or hide updates" (
wushowhide.diagcab) kann ein einzelnes Treiberupdate ausblenden. Es ist nicht mehr in Windows integriert, lässt sich laut Nutzerberichten aber auch unter Windows 11 noch verwenden. - Grafiktreiber lässt sich nicht installieren: Setup als Administrator starten, Virenscanner kurz prüfen. Bei hartnäckigen Fehlern bieten NVIDIA und AMD im Installer eine saubere Neuinstallation an.
- „Die besten Treiber für Ihr Gerät sind bereits installiert": Windows kennt keinen neueren Treiber. Das heißt nicht, dass es keinen gibt – prüfe die Herstellerseite.
- PC startet nach Treiberupdate nicht mehr: Im abgesicherten Modus starten und den Treiber zurücksetzen. Lege vor großen Treiberupdates einen Wiederherstellungspunkt an (Startmenü: „Wiederherstellungspunkt erstellen").
- Treiberupdates stören beim Arbeiten: Wie du laufende Updates stoppst, erklärt Windows-Updates abbrechen, pausieren oder verschieben – ohne etwas kaputtzumachen.
FAQ
Wird mein PC durch neue Treiber schneller?
Meist nicht spürbar. Ausnahmen sind Grafiktreiber für neue Spiele und Chipsatztreiber nach einem Hardwarewechsel. Neue Treiber beheben vor allem Fehler und Sicherheitslücken.
Wie oft sollte ich Treiber aktualisieren?
Windows Update erledigt das laufend. Manuell nur bei Problemen, bei neuer Hardware oder – als Gamer – wenn ein neues Spiel einen aktuellen Grafiktreiber empfiehlt.
Wie finde ich heraus, welche Treiberversion installiert ist?
Geräte-Manager » Rechtsklick auf das Gerät » Eigenschaften » Treiber. Dort stehen Version und Datum.
Sollte ich das BIOS auch aktualisieren?
Nur, wenn der Hersteller ein Update für ein konkretes Problem oder für neue Hardware anbietet. Ein BIOS-Update darf nicht unterbrochen werden – Laptop ans Netzteil und nicht ausschalten.







