Aktualisiert am 9. Oktober 2026
Kurzantwort
Der schnellste Weg in Windows 11 und Windows 10: Rechtsklick auf den Start-Button (oder Windows-Taste + X) und Geräte-Manager wählen. Alternativ drückst du Windows-Taste + R, tippst devmgmt.msc ein und bestätigst mit Enter. Im Geräte-Manager siehst du alle Hardware-Komponenten und kannst Treiber aktualisieren, zurücksetzen oder Geräte deaktivieren.
Hinweis: Windows 10 erhält seit dem 14. Oktober 2025 keine regulären Updates mehr. Der Geräte-Manager funktioniert dort aber genauso wie in Windows 11.
5 Wege, den Geräte-Manager zu öffnen
| Weg | So geht's | Windows 11 | Windows 10 |
|---|---|---|---|
| Schnellzugriffsmenü | Windows-Taste + X » Geräte-Manager | ja | ja |
| Ausführen-Dialog | Windows-Taste + R » devmgmt.msc » Enter |
ja | ja |
| Suche | Windows-Taste drücken, „Geräte-Manager" tippen, Enter | ja | ja |
| Systemsteuerung | Systemsteuerung » Hardware und Sound » Geräte-Manager | ja | ja |
| Computerverwaltung | Windows-Taste + R » compmgmt.msc » System » Geräte-Manager |
ja | ja |
Die Befehle devmgmt.msc und compmgmt.msc funktionieren auch im Terminal bzw. in der Eingabeaufforderung. Für manche Aktionen, etwa das Deinstallieren von Treibern, brauchst du ein Administratorkonto.
Was du im Geräte-Manager tun kannst
Die Geräte sind nach Kategorien sortiert (z. B. Grafikkarten, Audio, Netzwerkadapter, USB-Controller). Mit dem Pfeil vor einer Kategorie klappst du sie auf. Fast alle Funktionen erreichst du per Rechtsklick auf ein Gerät.
Treiber aktualisieren
- Rechtsklick auf das Gerät » Treiber aktualisieren.
- Automatisch nach Treibern suchen wählen. Windows sucht lokal und installiert, was es findet.
- Hast du einen Treiber vom Hersteller heruntergeladen, wähle stattdessen Auf meinem Computer nach Treibern suchen und gib den Ordner an.
Tipp: Neuere Treiber liefert Windows oft über Windows Update aus. In Windows 11 findest du sie unter Einstellungen » Windows Update » Erweiterte Optionen » Optionale Updates, in Windows 10 unter Einstellungen » Update und Sicherheit » Windows Update » Optionale Updates anzeigen. Für Grafikkarten ist die Herstellerseite meist aktueller. Mehr dazu: Windows Treiber aktualisieren.
Vorherigen Treiber wiederherstellen
Macht ein Gerät nach einem Update Probleme:
- Doppelklick auf das Gerät (oder Rechtsklick » Eigenschaften).
- Reiter Treiber » Vorheriger Treiber.
- Grund auswählen und mit Ja bestätigen.
Ist der Button ausgegraut, hat Windows keine ältere Version gespeichert.
Gerät deaktivieren oder deinstallieren
- Gerät deaktivieren: Rechtsklick » Gerät deaktivieren. Das Gerät bleibt installiert, wird aber nicht mehr genutzt. Rückgängig über Gerät aktivieren.
- Gerät deinstallieren: Rechtsklick » Gerät deinstallieren. Nach einem Neustart erkennt Windows das Gerät neu und installiert einen Treiber. Wenn du den Treiber komplett loswerden willst, setze im Dialog den Haken bei Versuchen, den Treiber für dieses Gerät zu entfernen (Windows 11) bzw. Treibersoftware für dieses Gerät löschen (Windows 10).
Achtung: Deaktiviere oder deinstalliere keine Einträge unter Laufwerke, Speichercontroller oder Prozessoren, wenn du nicht genau weißt, was du tust. Im schlimmsten Fall startet Windows nicht mehr. Bei Tastatur und Maus verlierst du sofort die Eingabemöglichkeit.
Nach Hardware suchen und versteckte Geräte anzeigen
- Aktion » Nach geänderter Hardware suchen zwingt Windows, neu angeschlossene Geräte zu erkennen.
- Ansicht » Ausgeblendete Geräte anzeigen zeigt auch Geräte, die gerade nicht angeschlossen sind – praktisch, um alte Treiberreste zu finden.
- Eigenschaften » Details zeigt z. B. die Hardware-IDs. Damit findest du den passenden Treiber, wenn Windows ein Gerät nur als „Unbekanntes Gerät" anzeigt.
Symbole und Fehlercodes verstehen
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| Gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen | Gerät hat ein Problem, meist mit dem Treiber |
| Pfeil nach unten | Gerät ist deaktiviert |
| „Unbekanntes Gerät" unter „Andere Geräte" | Kein passender Treiber installiert |
| Code 10 | Gerät kann nicht gestartet werden – Treiber aktualisieren oder neu installieren |
| Code 22 | Gerät ist deaktiviert – Rechtsklick » Gerät aktivieren |
| Code 28 | Treiber nicht installiert – Treiber installieren |
| Code 43 | Windows hat das Gerät angehalten, weil es Probleme gemeldet hat – oft Treiber- oder Hardwarefehler |
| Code 45 | Gerät ist aktuell nicht angeschlossen |
Den Code siehst du per Doppelklick auf das Gerät im Reiter Allgemein unter Gerätestatus.
Funktioniert nicht? Das kannst du tun
- Geräte-Manager öffnet sich nicht: Nutze
devmgmt.mscüber Windows-Taste + R oder die Computerverwaltung. Öffnet sich gar nichts, prüfe die Systemdateien: Terminal als Administrator öffnen undsfc /scannowausführen. - Gerät taucht nicht auf: Aktion » Nach geänderter Hardware suchen wählen, anderen Anschluss probieren. Bei USB-Sticks hilft unser Ratgeber USB-Stick wird nicht erkannt.
- Nach dem Deinstallieren kommt der alte Treiber zurück: Windows installiert Treiber automatisch nach. Setze beim Deinstallieren den Haken zum Entfernen des Treibers und installiere danach direkt den gewünschten Treiber.
- „Treiber aktualisieren" findet nichts: Das heißt nur, dass lokal nichts Neueres liegt. Prüfe die optionalen Updates und die Herstellerseite.
- Keine Berechtigung: Melde dich mit einem Administratorkonto an.
FAQ
Wie öffne ich den Geräte-Manager ohne Maus?
Windows-Taste + R, devmgmt.msc eingeben, Enter. Mit Tab und den Pfeiltasten navigierst du, Shift + F10 öffnet das Kontextmenü.
Wo finde ich im Geräte-Manager meinen Prozessor?
Unter der Kategorie Prozessoren. Genauere Infos zeigt unsere Anleitung Welchen Prozessor habe ich? So findest du deine CPU heraus.
Kann ich im Geräte-Manager etwas kaputtmachen?
Ja, durch Deaktivieren oder Deinstallieren wichtiger Geräte wie Festplatten-Controller. Solange du nur Eigenschaften ansiehst oder Treiber aktualisierst, ist das Risiko gering.
Was ist der Unterschied zwischen Deaktivieren und Deinstallieren?
Deaktivieren schaltet das Gerät nur ab, Treiber und Einstellungen bleiben. Deinstallieren entfernt das Gerät aus Windows; beim nächsten Neustart wird es meist neu erkannt.







