Aktualisiert am 9. Oktober 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Den regulären Support für Windows 10 hat Microsoft am 14. Oktober 2025 beendet. Privatnutzer können über das Programm „Extended Security Updates“ (ESU) noch Sicherheitsupdates bekommen, allerdings nur bis zum 13. Oktober 2026.
- Erfüllt dein PC die Anforderungen von Windows 11 (unter anderem TPM 2.0 und ein unterstützter Prozessor), ist das Upgrade kostenlos. Ein neuer Rechner ist also nicht automatisch nötig.
- Kaufen musst du nur, wenn die Hardware nicht mitspielt. Wegen knapper Arbeitsspeicher-Chips sind PCs 2026 eher teurer geworden. Wer kaufen muss, sollte das mit Plan angehen und nicht auf den letzten Drücker.
Was 2025 passiert ist und wo wir heute stehen
Anfang 2025 rief Microsoft auf der CES das „Jahr der Windows-11-PC-Erneuerung“ aus. Der Slogan stammte von Marketingchef Yusuf Mehdi. Viele Nutzer fanden die Formulierung wenig charmant, denn freiwillig war der Wechsel für die meisten nicht: Mit dem Support-Ende im Oktober 2025 bekam Windows 10 keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Kritiker warnten außerdem vor einer Welle an Elektroschrott, weil viele funktionierende Rechner die Hardware-Hürden von Windows 11 nicht nehmen.
Der Umstieg ging langsamer voran, als Microsoft gehofft hatte. Laut StatCounter lag Windows 11 im Frühjahr 2026 weltweit bei gut 72 % der Windows-Installationen, Windows 10 kam noch auf rund 26 %. Etwa jeder vierte Windows-PC läuft also noch mit dem alten System.
Unter europäischem Druck hat Microsoft die Übergangsregel für Privatkunden im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) entschärft:
- ESU für Privatkunden im EWR: kostenlos, aber nur mit einem Microsoft-Konto. Laut Microsoft laufen die Updates nur weiter, wenn du dich mindestens alle 60 Tage mit diesem Konto am Gerät anmeldest.
- Ende der Gnadenfrist: Das Verbraucherprogramm endet am 13. Oktober 2026. Eine Verlängerung für Privatnutzer hat Microsoft bisher nicht angekündigt.
- Unternehmen können ESU kostenpflichtig bis Oktober 2028 buchen. Der Preis pro Gerät verdoppelt sich jedes Jahr.
Mehr zum Support-Ende liest du in unserem Artikel Windows 10 Support-Ende: Was jetzt gilt – ESU bis 2027, Windows 11 oder Linux.
Warum ein System ohne Updates ein echtes Risiko ist
Sobald die ESU-Frist ausläuft, schließt Microsoft neu entdeckte Sicherheitslücken in Windows 10 nicht mehr. Die Lücken werden trotzdem öffentlich bekannt und landen in Angriffswerkzeugen. Wer mit einem ungepatchten System online geht, setzt vor allem dort Daten aufs Spiel, wo Geld oder Zugangsdaten im Spiel sind: beim Online-Banking, beim Einkaufen, bei Zahlungen auf Glücksspielseiten oder im Mail-Postfach. Wer sich also mit https://kryptoszene.de/krypto-casino/plinko/ befasst, der darf nicht vergessen, dass es wichtig ist, auch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Das gilt für das eigene Budget genauso wie für den Rechner selbst: aktuelles Betriebssystem, aktueller Browser und ein Passwortmanager oder gleich Passkeys statt Passwörter.
Ein Virenscanner fängt das nur teilweise auf. Er ersetzt keine Sicherheitsupdates für das Betriebssystem.
Schritt 1: Prüfen, ob dein PC Windows 11 kann
Bevor du über einen Neukauf nachdenkst, solltest du prüfen, ob dein Rechner offiziell für Windows 11 geeignet ist:
- Installiere Microsofts kostenlose App PC-Integritätsprüfung (PC Health Check) und starte die Prüfung für Windows 11.
- Drücke
Win + R, gibtpm.mscein und schau nach, ob dort Spezifikationsversion 2.0 steht. - Rufe mit
Win + Rden Befehlmsinfo32auf. Unter „Systemübersicht“ findest du den Sicheren Startzustand (Secure Boot) und den BIOS-Modus (UEFI). - Schau nach, welcher Prozessor verbaut ist, und gleiche ihn mit Microsofts Liste unterstützter CPUs ab. Als Faustregel gilt: Intel ab der 8. Core-Generation und AMD ab Ryzen 2000. Hilfe beim Auslesen findest du unter Welchen Prozessor habe ich? So findest du deine CPU heraus.
TPM oder Secure Boot sind bei vielen PCs von 2018 bis 2020 nur im UEFI deaktiviert und lassen sich dort einschalten. Die Einstellungen heißen je nach Hersteller zum Beispiel „fTPM“, „PTT“ oder „Security Device Support“.
Windows-11-Mindestanforderungen im Überblick
| Komponente | Anforderung |
|---|---|
| Prozessor | 64-Bit, mind. 1 GHz, 2 Kerne, auf Microsofts Kompatibilitätsliste |
| Arbeitsspeicher | mind. 4 GB (für flüssiges Arbeiten eher 8–16 GB) |
| Speicher | mind. 64 GB |
| Firmware | UEFI mit Secure-Boot-Unterstützung |
| Sicherheitschip | TPM 2.0 |
| Grafik | DirectX 12 / WDDM 2.0 |
| Display | ab 9 Zoll, 720p |
Schritt 2: Upgraden, aufrüsten oder neu kaufen?
| Deine Situation | Sinnvolle Option |
|---|---|
| PC erfüllt alle Anforderungen | Kostenloses Upgrade auf Windows 11 über Windows Update, vorher ein Backup machen |
| Nur TPM/Secure Boot „fehlt“ | Im UEFI aktivieren, dann upgraden |
| CPU nicht unterstützt, Gerät sonst gut | Bis 13.10.2026 per ESU überbrücken, danach Linux (z. B. Linux Mint, Ubuntu) oder Neukauf |
| Rechner alt und langsam | Neukauf oder ein generalüberholter Laptop, der Windows 11 offiziell unterstützt |
| Du brauchst lokale KI-Funktionen | Copilot+ PC (siehe unten) |
Windows 11 mit Tricks auf nicht unterstützter Hardware zu installieren, empfehlen wir nicht. Microsoft garantiert für solche Geräte keine Updates, und genau um Updates geht es hier ja.
Copilot+ PCs: Braucht man die?
Microsoft setzt bei Windows 11 stark auf Künstliche Intelligenz, und das zeigt sich auch bei der Hardware. Das liegt an den Copilot+ PCs . Als Copilot+ PC gilt ein Gerät nur, wenn es eine NPU (Neural Processing Unit) mit mindestens 40 TOPS, 16 GB RAM und 256 GB SSD hat. Zuerst gab es solche Geräte nur mit ARM-Chips (Snapdragon X), inzwischen auch mit Intel Core Ultra (ab Serie 200V) und AMD Ryzen AI 300.
Einige Funktionen gibt es nur auf diesen Geräten, etwa lokale Bildbearbeitung per KI, Live-Untertitel mit Übersetzung oder die umstrittene Suchfunktion „Recall“. Für Office, Surfen und Streaming brauchst du keinen Copilot+ PC. Er lohnt sich vor allem, wenn du ohnehin ein neues Notebook suchst und lange Akkulaufzeit willst oder KI-Funktionen lokal statt in der Cloud nutzen möchtest.
Der Haken 2026: Speicher ist knapp und teuer
Ausgerechnet im Jahr des Umstiegs sind die Preise gestiegen. Rechenzentren für KI kaufen große Mengen DRAM und Flash-Speicher, was die Preise für Arbeitsspeicher kräftig nach oben getrieben hat. Das Marktforschungsunternehmen IDC erwartete schon Ende 2025 bis zu 8 % höhere PC-Durchschnittspreise für 2026 und senkte seine Absatzprognose. Einzelne Hersteller warnten sogar vor deutlich stärkeren Aufschlägen.
Was das für dich bedeutet:
- Nicht zu knapp kaufen: 16 GB RAM sind 2026 ein sinnvoller Standard, denn bei vielen Notebooks ist der Speicher fest verlötet.
- Preise vergleichen und Vorjahresmodelle ansehen: Geräte aus Lagerbeständen sind oft günstiger als neue Modelle.
- Refurbished prüfen: Business-Laptops mit Intel Core ab der 8. Generation erfüllen die Anforderungen von Windows 11 und kosten oft deutlich weniger als Neugeräte.
Und Windows 12?
Über ein „Windows 12“ wird seit Jahren spekuliert. Laut Berichten von Mitte 2026 hat Microsoft vorerst kein neues Betriebssystem angekündigt und entwickelt Windows 11 stattdessen mit jährlichen Funktionsupdates weiter (zuletzt Version 25H2). Das frühere Update 24H2 hatte mit vielen Fehlerberichten und Kompatibilitätsproblemen für schlechte Presse gesorgt. Warten lohnt sich also nicht: Wer heute einen Windows-11-fähigen PC kauft, bekommt dafür voraussichtlich noch Jahre lang Updates.
FAQ
Kann ich Windows 10 nach dem 13. Oktober 2026 weiter nutzen?
Technisch ja, das System läuft weiter. Privatnutzer bekommen dann aber keine Sicherheitsupdates mehr. Für Geräte, mit denen du online bist, ist das keine gute Idee.
Kostet das Upgrade auf Windows 11 etwas?
Nein. Für PCs mit gültiger Windows-10-Lizenz, die die Anforderungen erfüllen, ist das Upgrade kostenlos.
Brauche ich für das kostenlose ESU ein Microsoft-Konto?
Ja. Im EWR ist ESU für Privatkunden kostenlos, setzt aber ein Microsoft-Konto voraus, mit dem du dich regelmäßig (mindestens alle 60 Tage) anmelden musst.
Ist ein Copilot+ PC Pflicht für Windows 11?
Nein. Copilot+ ist eine zusätzliche Geräteklasse mit NPU. Windows 11 läuft auch auf normalen PCs, die die Mindestanforderungen erfüllen.
Lohnt es sich, mit dem Kauf zu warten, bis die Preise sinken?
Wenn dein PC schon Windows 11 kann: ja, dann gibt es keinen Zeitdruck. Wenn nicht, solltest du vor dem ESU-Ende am 13. Oktober 2026 eine Lösung haben. Denkbar sind auch ein generalüberholtes Gerät oder Linux.







