Aktualisiert am 9. Oktober 2026
Kurzantwort
Mehr Bilder pro Sekunde (FPS) bedeuten flüssigere Bewegungen, weniger Verzögerung zwischen Eingabe und Bild und klarere Darstellung schneller Bewegungen. Bei 60 FPS liegt ein neues Bild alle 16,7 ms vor, bei 144 FPS alle 6,9 ms, bei 240 FPS alle 4,2 ms. Den vollen Nutzen hast du aber nur, wenn dein Monitor die Bildrate auch darstellen kann (Hz) und die Bilder gleichmäßig kommen. Für Story-Spiele reichen meist 60 FPS. In schnellen Shootern und E-Sport sind 144 FPS und mehr ein echter Vorteil.
Was FPS eigentlich bedeutet
FPS (Frames per Second) gibt an, wie viele Einzelbilder deine Grafikkarte pro Sekunde berechnet. Kinofilme laufen traditionell mit 24 Bildern pro Sekunde. Dass das flüssig wirkt, liegt auch an der Bewegungsunschärfe der Kamera. Spiele berechnen dagegen scharfe Einzelbilder, und du steuerst sie selbst. Deshalb fallen niedrige Bildraten im Spiel viel stärker auf als im Film.
Wichtiger als der Durchschnittswert ist die Frametime, also wie lange jedes einzelne Bild braucht:
| Bildrate | Zeit pro Bild (Frametime) | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 30 FPS | 33,3 ms | Qualitätsmodus auf Konsolen, sehr grafiklastige Titel |
| 60 FPS | 16,7 ms | Standard für flüssiges Spielen |
| 120 FPS | 8,3 ms | Performance-Modi auf PS5, Xbox Series X und Switch 2 |
| 144 FPS | 6,9 ms | verbreitete Gaming-Monitore |
| 240 FPS | 4,2 ms | E-Sport-Monitore |
| 360 FPS | 2,8 ms | Profi-E-Sport |
Schwankt die Frametime stark, ruckelt das Spiel auch bei hohem Durchschnitt. Achte in Benchmarks deshalb auch auf die 1%-Low-Werte.
Die Vorteile hoher Bildraten
1. Flüssigere Bewegung
Mehr Zwischenbilder machen Kameraschwenks und schnelle Gegner-Bewegungen gleichmäßiger. Ein 240-Hz-Bild enthält laut NVIDIA viermal so viele Zwischenschritte wie ein 60-Hz-Bild.
2. Geringere Latenz: der eigentliche Wettbewerbsvorteil
Egal, ob man sich in einer Multiplayer-Schlacht befindet oder in einem Rennspiel um die schnellste Rundenzeit kämpft, eine höhere FPS kann über einen Gewinn entscheiden . Der Grund ist die Systemlatenz: Je schneller neue Bilder entstehen, desto früher siehst du das Ergebnis deiner Maus- oder Controllereingabe und desto früher siehst du den Gegner, der um die Ecke kommt.
NVIDIA hat 2019 Spielerdaten aus Battle-Royale-Spielen ausgewertet: Spieler mit rund 180 FPS hatten ein um etwa 90 % besseres Kill/Death-Verhältnis als Spieler mit 60 FPS. Aber Vorsicht: Das ist eine Korrelation aus Daten eines Grafikkartenherstellers. Wer viel spielt und gut ist, kauft oft auch bessere Hardware. Dass hohe FPS die Reaktionszeit technisch verkürzen, ist trotzdem unbestritten.
3. Klarere Bewegtbilder
Moderne LCD- und OLED-Monitore halten jedes Bild so lange, bis das nächste kommt. Das nennt man Sample-and-Hold. Wenn dein Auge einem bewegten Objekt folgt, entsteht dadurch Bewegungsunschärfe. Je höher Bildrate und Bildwiederholfrequenz, desto kürzer steht jedes Bild und desto schärfer wirken bewegte Objekte. Von der Umgebung bis hin zu komplexen Charakteren profitiert jeder Aspekt des Spiels von einer höheren Bildwiederholrate, was zu einem visuell ansprechenderen und realistischeren Erlebnis führt . Wichtig zur Einordnung: Die Detailschärfe eines Standbilds hängt von Auflösung und Grafikeinstellungen ab, nicht von der Bildrate.
4. Weniger Tearing und ruhigeres Bild
Bei hohen Bildraten ist der Versatz zwischen zwei Bildern kleiner, sichtbare Bildrisse (Tearing) fallen weniger auf. Ganz verhindern lassen sie sich mit variabler Bildwiederholrate (VRR).
5. Mehr Komfort
Manchen Spielern wird bei niedrigen, schwankenden Bildraten und schnellen Kameradrehungen unwohl. Eine stabile, hohe Bildrate empfinden viele als angenehmer. Wie stark der Effekt ist, ist individuell sehr verschieden. In VR gelten hohe, stabile Bildraten dagegen als grundlegend für ein angenehmes Erlebnis.
FPS vs. Hz: Warum der Monitor mitspielen muss
- FPS = wie viele Bilder die Grafikkarte berechnet.
- Hz = wie oft der Monitor pro Sekunde ein neues Bild anzeigt.
Ein 60-Hz-Monitor zeigt höchstens 60 Bilder pro Sekunde. Mehr FPS senken zwar die Latenz noch leicht, die Flüssigkeit steigt aber nicht. Für hohe Bildraten brauchst du also einen Monitor mit 144, 240 Hz oder mehr und das passende Kabel. Hohe Hz-Zahlen bei hoher Auflösung setzen meist DisplayPort oder HDMI 2.1 voraus. Mehr dazu in Monitor-Anschlüsse im Vergleich.
VRR (G-Sync, FreeSync, HDMI VRR) passt die Bildwiederholfrequenz des Monitors laufend an die aktuelle Bildrate an. So vermeidest du Tearing, ohne klassisches V-Sync mit seiner zusätzlichen Verzögerung.
Frame Generation: Mehr FPS per KI
Technologien wie NVIDIA DLSS Frame Generation, AMD FSR Frame Generation oder Intel XeSS Frame Generation berechnen zusätzliche Zwischenbilder. Die angezeigte Bildrate steigt dadurch deutlich, die Bewegung wirkt flüssiger. Die Eingabelatenz sinkt dabei aber nicht wie bei „echten“ FPS, sie kann sogar leicht steigen. Frame Generation eignet sich daher vor allem für Einzelspieler-Titel mit ohnehin ordentlicher Basis-Bildrate, weniger für kompetitive Shooter.
Welche Bildrate brauchst du?
| Spielart | Empfehlung |
|---|---|
| Strategie, Rollenspiel, Adventure | 60 FPS stabil reichen, höhere Werte sind ein Komfortgewinn |
| Action, Rennspiele | 90 bis 120 FPS, wenn Hardware und Monitor es hergeben |
| Kompetitive Shooter, E-Sport | 144 FPS und mehr, dazu ein 144- bis 360-Hz-Monitor |
| VR | die native Bildrate der Brille, stabil ohne Einbrüche |
Viele beliebte Free-to-Play-Titel laufen auch auf älterer Hardware mit hohen Bildraten. Wenn Sie noch heute in fesselnde Welten eintauchen möchten, dann können Sie PC spiele auf Deutsch kostenlos herunterladen . Eine Übersicht aktueller Shooter liefert unser Artikel Top-Shooter auf dem PC.
So bekommst du mehr FPS
- Grafiktreiber aktualisieren.
- Upscaling nutzen: DLSS, FSR oder XeSS im Qualitäts- oder Balanced-Modus.
- Teure Einstellungen senken: Schatten, volumetrische Effekte, Raytracing, Sichtweite.
- Richtige Bildwiederholfrequenz einstellen: Unter Windows in den erweiterten Anzeigeeinstellungen prüfen, ob dein Monitor wirklich mit 144/240 Hz läuft und nicht mit 60 Hz.
- Latenz-Tools aktivieren: NVIDIA Reflex oder AMD Anti-Lag, falls das Spiel sie unterstützt.
- Hintergrundprogramme schließen und auf Laptops den Netzbetrieb und das Leistungsprofil nutzen.
- Aufrüsten, wenn nötig: In hohen Auflösungen limitiert meist die Grafikkarte, bei sehr hohen FPS oft die CPU. Welche Komponente wofür zählt, erklärt Wie beeinflusst Hardware unser Gaming-Erlebnis?.
FAQ
Sieht man den Unterschied zwischen 60 und 144 FPS?
Die meisten Spieler bemerken ihn deutlich, vor allem bei Kameradrehungen und im direkten Vergleich. Zwischen 240 und 360 FPS wird der Unterschied für viele deutlich kleiner.
Bringen mehr FPS etwas, wenn mein Monitor nur 60 Hz hat?
Etwas weniger Latenz ja, aber keine flüssigere Darstellung. Ein Monitor mit höherer Hz-Zahl bringt dann mehr.
Ist Frame Generation „Schummeln“?
Nein, aber die künstlichen Bilder verbessern nur die Flüssigkeit, nicht die Reaktionszeit. Für kompetitive Spiele zählen echte, gerenderte FPS.
Sollte ich die FPS begrenzen?
Oft ja: Ein Limit knapp unter der maximalen Bildwiederholfrequenz sorgt zusammen mit VRR für gleichmäßige Frametimes, weniger Abwärme und geringeren Stromverbrauch.







