Von der Online-Bank bis zur Gaming-Website – viele Dienstleister in der digitalen Welt stehen in hartem Wettbewerb zueinander. Um neue Kunden zu überzeugen, sich zu registrieren und das eigene Angebot zu nutzen, gehen viele Dienstleister offensiv vor. Geld oder andere Geschenke werden in Aussicht gestellt, nur um sich für den Dienst zu entscheiden – doch was davon ist wirklich sinnvoll und/oder legal?
Attraktive Angebote mit kleinen Fallstricken
Auf der Suche nach neuer Technik im Netz oder attraktiven Shopping-Angeboten rund um PC oder Streaming vergeht kaum ein Tag, an dem nicht digitale Händler und Plattformen mit Sonderangeboten locken. Vom Gutscheincode bis zur Aktionswoche, selbst Gratiszugaben zu Technikartikeln sind keine Seltenheit mehr.
Während sich die Anbieter einen positiven Eindruck für eine langfristige Kundenbindung erhoffen, fragen sich viele Verbraucher: Wie lohnen sich diese Angebote? Schließlich hat kein Unternehmen und kein Online-Shop etwas zu verschenken. Tatsächlich kalkulieren die meisten Anbieter langfristig, Geschenke oder Sonderkonditionen bei der Registrierung sind ein „Vorschuss“, den der Anbieter in der Hoffnung auf eine längere Kundenbindung gewährt.
Um die größten Fallen zu vermeiden, sollten zwei Fragen gestellt werden: Wie attraktiv ist das Angebot tatsächlich? Und: Wie seriös und renommiert ist der Anbieter? Nachfolgend einige Beispiele zur persönlichen Einschätzung.
Angebote am Beispiel Online-Banking
Wenn Banken für ein kostenloses Girokonto oder attraktive Zinsen fürs Tagesgeld werben, wissen sie: Die meisten Kunden werden ihr gerade eröffnetes Konto nicht so schnell wieder kündigen. Deshalb werden gerne große Anreize gesetzt, die nach einigen Monaten wieder wegfallen.
Gerade bei Banken und Geldinstituten empfiehlt sich ein genauer Blick auf die Konditionen. Bleibt das Konto dauerhaft kostenlos oder steht im Kleingedruckten, ab wann monatliche Kontoführungsgebühren anfallen? Über welchen Zeitraum werden attraktive Guthabenzinsen angeboten? Zu diesen Angaben sind die Banken in ihrer Werbung verpflichtet, ein genauer Blick lohnt sich.
Angebote am Beispiel Online-Gaming
In der Online-Spielszene ist es üblich, die erste Einzahlung eines Spielers mit Bargeld aufzustocken oder Freispiele zu versprechen. Hier ist etwas Erfahrung notwendig, um zu erkennen, ob das Online Casino ein faires Angebot unterbreitet. Aufgrund der Wahrscheinlichkeiten bei Glücksspielen ist dem Anbieter bewusst, dass nur in wenigen Fällen der geschenkte Geldbetrag erhalten bleibt. Liegt eine Lizenz vor und handelt es sich um bekannte Spieltitel, sind solche Angebote grundsätzlich seriös – hier ist lediglich Realitätssinn gefragt, wie viel des geschenkten Geldes dauerhaft zum Spielguthaben wird.
Angebote in Tech-Online-Shops
In Technikshops gibt es seltener Geschenke, dafür sind hohe Rabatte auf Spiele oder Elektronik üblich. Hier lohnt es sich, auf Sonderangebote und Aktionstage zu achten, um Highlights für die Konsole oder die technische Ausstattung des PCs als echtes Schnäppchen zu bestellen. Ähnliches gilt für das Einlösen von Gutscheincodes, die an klare Bedingungen geknüpft sind. Meist ist ein Mindestbestellwert erforderlich, andere Gutscheine gelten nur für bestimmte Warengruppen. Auch hier gilt: Kleingedrucktes beachten und den Rabatt dann sicher und bewusst einlösen.
Seriosität des Händlers als Faktor
Unabhängig von der Branche können einige Informationen über den jeweiligen Anbieter helfen, die Seriosität des Anbieters einzuschätzen. Ähnlich wie bei der Lizenzierung von Online-Casinos gibt es seriöse und weniger seriöse Shops. Hier sollte ein Gutscheincode eines unprofessionell aufgebauten Shops nicht zur Grundlage eines teuren Betrugs werden.


