Die Stecker von RCA-Kabeln sind auch unter der Bezeichnung „Cinch“ bekannt und werden in vielen Bereichen des Home-Entertainments verwendet. Ob Audiokomponenten wie Lautsprecher und Verstärker oder Videokameras – seit Beginn der 80er Jahre sind die Cinch-Stecker an RCA-Kabeln allgegenwärtig.

Wo werden RCA-Kabel verwendet?

Cinchkabel werden in erster Linie dafür verwendet, um analoge Audio-Signale mit dem üblichen Line-In-Pegel (ca. 0,7 bis 1 Volt) zu übertragen.

Beispielsweise werden in einer heimischen Stereoanlage externe Zuspielgeräte wie UKW-Tuner, CD-Player oder die Ton-Ausgänge von Videogeräten wie DVD-Player oder Satellitenempfänger per RCA-Kabel mit dem zentralen Verstärker verbunden.

In kompakten Stereoanlagen des Low-Cost-Segments und in preisgünstigen Dolby-Surround-5.1-Anlagen findet man gelegentlich auch Lautsprecherleitungen, die als Cinch-Kabel ausgeführt sind. Des Weiteren verwenden manche Gerätehersteller RCA-Kabel für die Spannungsversorgung.

Welche Signale können RCA-Kabel übertragen?

Cinch-Leitungen sind in der Lage, Gleich- und Wechselströme zu transportieren. Typischerweise sind dies analoge Tonsignale sowie höherfrequente Ströme, wie sie bei Videosignalen vorkommen.

Die Anschlussimpedanzen liegen im mittel- bis hochohmigen Bereich (200 Ohm bis 2 kOhm bei Line-In-Pegeln, 1000 Ohm bis 1MOhm bei Phono-Tonabnehmersignalen von Plattenspielern). Mitunter werden RCA-Kabel auch für die Übertragung von Antennensignalen benutzt.

Die Stromstärke sollte 0,5 Ampere nicht überschreiten, da Standard-RCA-Kabel nicht für größere Ströme ausgelegt sind.

Welche Rolle spielen die Farben der RCA-Kabel-Stecker?

Weiße und rote Stecker im Audiobereich

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©shutterstock – Robnroll

Im Audiobereich werden für Stereo-Leitungen weiße Stecker für den linken und rote Stecker für den rechten Stereokanal verwendet. Mitunter sind statt der weißen auch schwarze Stecker anzutreffen.

Gelber Stecker

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©shutterstock – hilalabdullah

Ein gelber Cinch-Stecker wird standardmäßig für Composite-Video verwendet – diese Farbe findet man häufig vor, wenn man eine Foto- oder Videokamera mit einem Fernsehgerät oder einem Videoaufnahmegerät (HDD-Recorder) verbindet.

Grüne, blaue und rote Stecker im Component-Video-Standard

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©shutterstock – Skobrik

Höherwertige Videogeräte werden mit RCA-Kabeln nach dem Component-Video-Standard verbunden. Hierbei steht das grün markierte Kabel für das Bildhelligkeitssignal, die blaue und rote Leitung überträgt jeweils ein Farbdifferenzsignal.

Welche Nachteile haben die RCA-Kabel?

Übertragen nur einziges Signal

Cinch-Leitungen übertragen jedes für sich ein einzelnes Signal. Für eine Aufnahme- und Wiedergabeverbindung zweier Stereogeräte sind somit insgesamt vier RCA-Kabel notwendig: je zwei weiß- und rotmarkierte Leitungen für zwei Stereokanäle. Dies birgt eine große Verwechslungsgefahr der Stecker in sich. Die früheren DIN-Stecker-Kabel hatten die vier Adern in einem einzigen Kabel vereinigt.

Nicht für längere Leitungen geeignet

Für längere Leitungen mit kleinen Signalpegeln (Tonabnehmer und Mikrofone im µV-Bereich) sind Cinch-Kabel ungeeignet, da die unsymmetrische Leitungsführung relativ anfällig für störende Einstrahlungen ist.

Gefahr von Störgeräuschen

RCA-Kabel sind geschirmte Leitungen. Die Schirmung zweier parallel verlegter Leitungen kann u. U. zu einer so genannten Brummschleife führen, die deutlich hörbare Störgeräusche entstehen lässt.

Nicht stabile Stecker

Die Kontakte der Cinch-Stecker, -Buchsen und -Kupplungen sind nicht sonderlich stabil. Bei häufigem Ein- und Ausstecken (insbesondere bei tragbaren Geräten) kommt es bei RCA-Kabeln zu Wackelkontakten oder Brummen aufgrund unterbrochener Abschirmleitungen.

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